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Am Klöntaler See

Wanderung

Auf romantischen Ufer- und Schluchtwegen

Zu den schönsten Tälern der Voralpen zählt das Klöntal, dessen sanfte Anmut inmitten einer bizarren Bergwelt neben Alpinisten vor allem Künstler in den Bann gezogen hat. Als vermeintlich ideale Landschaft ist das Tal wiederholt von den Malern der Romantik abgebildet und von Dichtern gepriesen worden. Sein Juwel, der Klöntaler See, verdankt seine Entstehung zwei Bergstürzen, die den Talgrund an der Schwammhöchi stauten. Durch diese Gesteinsmassen musste sich die Löntsch einen neuen Abfluss graben. Dem gesamten fjordartig eingeschnittenen See einschließlich seines Ablaufs durch die wilde Löntschschlucht bis hinunter ins Linthtal zu folgen, gehört zu den schönsten Bergabwanderungen im Glarnerland.

Löntschschlucht
Löntschschlucht - © Autor: Ulrich Tubbesing, Quelle: Produktmanagement Glarnerland
  • Typ Wanderung
  • Schwierigkeit
  • Dauer 3:45 h
  • Länge 13,3 km
  • Aufstieg 145 m
  • Abstieg 531 m
  • Niedrigster Punkt 456 m
  • Höchster Punkt 878 m

Beschreibung

Ausgangspunkt ist Plätz am westlichen Seezipfel. Vom Gasthaus bummelt man einige hundert Meter taleinwärts zur Chlübrücke und benutzt dann links haltend den schmalen Uferpfad auf seiner ganzen Länge. Eingezwängt zwischen Wasser und Glärnischwänden schlängelt sich dieser mal durch Wald, mal an Kiesbuchten entlang, passiert stiebende Wasserfälle oder markante Felsvorsprünge. Hinter dem flachen Delta der Dunggelaui überrascht die Felsenge des Bärentritts. Später passiert der Uferweg das unter Bäumen versteckte Gessnerdenkmal und endet hinter dem Zeltplatz Güntlenau am künstlich aufgestockten Staudamm. Dort beginnt im Wald der romantische Tobelweg neben der Löntsch. Viermal überqueren dessen Holzstege den von bizarren Felsbrocken gesäumten Gebirgsbach. In welch schwindelnde Tiefen sich der Bach ins Bergsturzmaterial eingegraben hat, zeigt ein Blick von der Steinbogenbrücke. Später, bei Kohlgrüebli, zweigt die Route links auf den Treppensteig ab, kreuzt die Schlucht an der eindrücklichsten Stelle und erreicht kurz darauf das Berggasthaus Staldengarten. Weiter geht es von Staldengarten parallel zur Klöntalerstraße auf der Rütigasse, die später links unter dem Felsrücken des Grundkopf auf Netstal zuläuft. Immer dicht an der Löntsch leitet der Wanderweg zum Bahnhof Netstal.

LKS 1:50.000, Blatt 236 T.

Karte

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